Aktuelles

Wir erinnern uns

Prof. Dr. Günter Borrmann

Prominenz zu Besuch: hintere Reihe: Wilfried Dieckmann, Werner Borrmann, Hans Priebe, Marianne Borrmann, Ingeborg Becker und Dieter Klecha.

In der Mitte: Ilse Olberding, Lieselotte Borrmann

Vorne: Hermann Wenning, Otto Janz, Günter Borrmann, Martina Seeliger, Heinrich Wenning, MdL Klaus Stallmann und Egon Passmann

 

Sport und Geschichte

Unser Foto wurde im Juli 1991 aufgenommen und erinnert an den letzten Präsidenten des Deutschen Turnerbundes der DDR und langjährigen Dekans der Hochschule für Körperkultur in Leipzig Prof. Dr. Günter Borrmann. Borrmann war maßgeblich an der Zusammenführung der beiden Turnerbünde Ost und West nach der Wiedervereinigung beteiligt. Diese und weitere Informationen finden Sie auch auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Borrmann.

Nicht so bekannt ist, dass Günter Bormann als Kind und Jugendlicher Mitglied im TV Eintracht war und seinen Heimatverein nach der Wiedervereinigung mehrfach besuchte. Das Foto entstand anlässlich seines Besuchs 1991 und zeigt neben Günter Bormann auch seinen Bruder, die Ehefrauen der beiden sowie damalige Vorstandsmitglieder und Lokalpolitiker.

Günter Borrmann wuchs in Brambauer auf und besuchte bis zu seinem 14. Lebensjahr die Moltkeschule (später Achenbachschule und heute Profilschule). Gewohnt hat er auf der Königsheide 52 und im selben Haus wohnte der Turnbruder August Dittmar, der Gründungsmitglied unseres Vereins war. Da dauerte es nicht lange und Günter Borrmann absolvierte zusammen mit seinem Bruder Werner seine ersten Turnübungen unter dem Übungsleiter Rudolf Krewet in der Turnhalle an der Moltkeschule. Aus dieser Zeit stammt das zweite Bild, das Günter Bormann im Kreise seiner Turnbrüder auf dem Vereinssportplatz an der Wittekindstraße zeigt. Damals umfasste das Turnen auch die Disziplinen der Leichtathletik, die mit dem Begriff „Volkstümliches Turnen“ bezeichnet wurden.

 

Günter Borrmann in der Reihe vorne, 3. von links

Mit 14 verschlug es Günter Borrmann durch Kinderlandverschickung und Krieg nach Sachsen, wo er Metallflugzeugbauer wurde, später das Abitur nachholte, 1956 der erste Doktorand und am Ende Professor an der Sporthochschule in Leipzig und Präsident des Deutschen Turner-Bundes der DDR wurde. Dem Turnen blieb er immer treu, denn an der Sporthochschule war er Professor für Theorie und Methodik des Gerätturnens. Auch unserem Verein und seinem Heimatort blieb er bis zu seinem Tod 2017 verbunden. Er hätte am 11. März 2021 seinen 95. Geburtstag gefeiert.



Wir gratulieren Dorothea Döllefeld

Dorothea Döllefeld als aktive Teilnehmerin des Jedermann-Turnens im letzten Jahr, als Sport noch möglich war (dritte von rechts)

 

Ein Urgestein des TV Eintracht feiert Geburtstag. Unser Ehrenmitglied Dorothea Döllefeld wird in diesem Monat 80 Jahre und wir gratulieren recht herzlich.

Ein kleiner Blick auf Dorotheas Werdegang
Angefangen hat sie bei den Montagsfrauen unter Paula Vettermann, danach ging es zudem zum Turnen am Freitagabend und schließlich um 1975 auch zum Volleyball, wo sie jahrelang zur erfolgreichen Stadtliga-Damen-Mannschaft des Vereins unter Egon Paßmann gehörte.

Erfolgreiche Volleyballerin über viele Jahre im Hobby-Bereich Dorothea Döllefeld untere Reihe ganz links unter Trainer Egon Passmann

Ihre sportlichen Erfolge waren vielfältig, mehrfach Vereinsmeisterin im Turnen, auch in der Leichtathletik war sie erfolgreich. Dies ist heute etwas in Vergessenheit geraten, denn die Leichtathletikabteilung unseres Vereins existiert seit einigen Jahren nicht mehr. 1986 wurde sie Gau-Turnfestsiegerin in Hörde im Orientierungswandern.

Im Turndress: untere Reihe 2. Von rechts

Aber Dorothea Döllefeld war nicht nur aktives Mitglied, sie hat unseren Verein auch mitgeprägt, als Übungsleiterin im Kinder-, Jugend-, Frauen- und Jedermann-Turnen, im Vorstand als Kinderturnwartin und Frauenturnwartin und nicht zuletzt bei der Gestaltung zahlreicher Veranstaltungen und Vereinsfeste durch Auftritte und Tänze ihrer Gruppen.

Was sie so sympathisch macht?
Dazu eine kleine Anekdote aus den Jahreshauptversammlungen. Immer wenn sie bei Vorstandswahlen gefragt wurde, ob sie das Amt annähme kam ein „Aber gerne“ zurück, was ihr viele Sympathien einbrachte und uns zeigt, dass ein Ehrenamt nicht nur Belastung, sondern auch Wertschätzung mit sich bringen kann.

Als Übungsleiterin der Montagsfrauen 1989

Auszeichnungen
All diese Verdienste um den Verein sind dem Vorstand nicht verborgen geblieben und sie wurde unter anderem mit dem Gau-Ehrenbrief des Hellweg-Märkischer Turngaus, der Ehrennadel des Deutschen Turner-Bundes, der Ehrennadel in Silber des Westfälischen Turner-Bundes und der Ehrennadel in Bronze und Silber des Stadtsportbundes Lünen ausgezeichnet.

Verleihung der Ehrennadel des Deutschen Turner-Bundes im Zuge des 75-jährigen Vereinsjubiläums 1989

Unser Glückwunsch wird noch persönlich nachgeholt, wenn Corona es wieder zulässt, in die Halle zu gehen, denn Dorothea ist immer noch aktiv bei den Jedermännern, deren Leitung sie vor einigen Jahren an Christel Hoffmann übergeben hat.

 



Wir erinnern uns: Hermann Wenning senior

Sport und Geschichte

Unser Foto wurde um 1936 aufgenommen und erinnert an den Turner Hermann Wenning sen. (2. Von links), der in diesem Monat 105 Jahre alt geworden wäre.

Der Name Wenning ist eng mit unserem Verein verbunden, denn nicht nur Hermann Wenning sen. war bei uns aktiv, auch sein Bruder Heinrich, der lange den Posten des Oberturnwarts bekleidete und sein Sohn Hermann jun., der viele Jahre die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender leitete.

Das Foto wurde vor der alten Turnhalle an der Achenbachschule (heute Profilschule) aufgenommen – heute steht dort die Feuerwehr – und die 4 Turner (Eduard Wenzlik, Hermann Wenning, Heinrich Wenning und Friedhelm Büscher) träumten damals vielleicht tatsächlich von einer Teilnahme an den olympischen Spielen in Berlin.

Hermann Wenning trat mit 14 Jahren in den TV Eintracht ein, nahm 1938 am Deutschen Turnfest in Breslau teil und gewann dort seine erste Siegermedaille. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er Übungsleiter und leitete lange Zeit die Leistungsriege. 1979 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Noch mit 70 Jahre turnte er am Barren und im Jahr 1987 war er noch beim Turnfest in Berlin dabei. Hermann Wenning verstarb 1989 kurz nach unserem 75-jährigen Vereinsjubiläum, bei dem er noch aktiv beteiligt war.